24/01/2010
Sag nie, dass etwas unmöglich ist...
»
Sag nie, dass etwas unmöglich
ist, sondern in dem Augenblick, wo du dieses Unwahrscheinliche denkst, hast du
den Keim in die Welt gesetzt, der den Hintergrund verändert.
Wenn du sagst, es
kann nur das passieren, was du in der Vergangenheit erfahren hast, bist du
selber derjenige, der eben die Vergangenheit in die Zukunft hineinschleppt. Und
dann bist du nicht besser als die Materie, die das sowieso dauernd macht. Die
sagt: »Es gilt nur, was in der Vergangenheit war.«
Das ist die Schwierigkeit,
die wir heute haben: dass unsere »Realisten« eigentlich diejenigen sind, die
eben genau das negieren, was das Leben ausmacht: dass die Zukunft anders ist
als die Vergangenheit.
«
Hans-Peter Dürr Im Buch »Zukunft entsteht aus Krise« von Geseko von Lüpke
Januar 24, 2010 in utopische Realisierungen, Zitate | Permalink | Kommentare (0)
11/01/2010
Zutrauen statt Vertrauen
»Vertrauen entsteht durch erlebte "Nicht-Enttäuschung".
«
Vertrauen wartet ab, ob ich – über einen individuellen Beobachtungszeitraum – nicht enttäuscht werde. Ich beobachte, bin misstrauisch oder hoffe. Erfüllst du deine Zusagen? Erfüllen sich meine Erwartungen? Enttäuscht du mich eh nicht? Kann ich dir wirklich vertrauen? Wie sehr muss ich dich kontrollieren?
Aus Sicht des Geführten – des Mitarbeiters, des Partners, des Kindes – provoziert diese Erwartung ein vorrangig vorsichtiges Verhalten: »Wie handle ich, um deine Erwartungen nicht zu enttäuschen, um deinen Erwartungen zu entsprechen? Um mich geliebt zu fühlen?«
Mittelmaß und Berechnung, Spekulation und Abwarten prägen so mein Handeln. So gelingt bestenfalls »kein Fehler«. Und dann sind wir scheinbar alle froh: »Ich hab bekommen, was ich wollte – und du hast dich so verhalten, wie ich es erhofft hatte.« Kreativität, Innovation, und Lernen bleiben auf der Strecke.
Zutrauen »traut zu«. Wartet nicht ab. Zutrauen baut auf dein Potenzial, auf das, was du fähig bist zu schaffen. Zutrauen ist »Jetzt«. Zutrauen fordert und fördert dich. Glaubt an deine Fähigkeiten und an deine Größe. Zutrauen bringt Neues ins Leben, schafft ein Klima des »Lernens«. Wenn ich mein Kind zum ersten mal allein zur Schule gehen lasse, kann ich ihm nicht vertrauen. Wie kann ich vertrauen, wenn ich es noch nie erlebt habe? Wenn ich noch nie »nicht enttäuscht wurde?«
Menschenführung braucht Zutrauen. Unseren Glauben an die Kraft und Fähigkeit der Mitmenschen. So kommen wir alle in neue Dimensionen, überschreiten Grenzen und schaffen »noch nie da Gewesenes«.
Zutrauen braucht die Fähigkeit und den Mut zu scheitern. Zutrauen erkennt und meint das Potenzial, die Talente, das noch Unentdeckte im Menschen.
Das Neue war noch nie da. Und somit hemmt unser Wunsch nach Vertrauen unsere Entwicklung - Zutrauen fordert und fördert.
Januar 11, 2010 in Führung | Permalink | Kommentare (3)
31/12/2009
2010 - alles wird gut.
»
Am ersten Tag deutete jeder auf sein Land. Am dritten
oder vierten Tag zeigte jeder auf seinen Kontinent. Ab dem fünften Tag achteten
wir auch nicht mehr auf die Kontinente. Wir sahen nur noch die Erde als einen
ganzen Planenten.
Die Erde erinnerte uns an eine in der Schwärze des Weltalls aufgehängte Christbaumkugel. Mit größerer Entfernung wurde sie immer kleiner. Schließlich schrumpfte sie auf die Größe einer Murmel – der schönsten Murmel, die du dir vorstellen kannst. Dieses schöne, warme, lebende Objekt sah so zerbrechlich, so zart aus, als ob es zerkrümeln würde, wenn man es mit dem Finger anstieße.
Bereits vor unserem Flug wusste ich, dass unser Planet
klein und verwundbar ist. Doch erst als ich ihn in seiner unsagbaren Schönheit
und Zartheit aus dem Weltall sah, wurde mir klar, dass es der Menschheit
wichtigste Aufgabe ist, ihn für zukünftige Generationen zu hüten und zu
bewahren.
«
Worte der Astronauten: Sultan Ben Salaman Al Saud, James Irwin und Sigmund Jähn.
Sujet von GEA - Heini Staudinger: Danke!
Dezember 31, 2009 in utopische Realisierungen, Visionen, Zitate | Permalink | Kommentare (0)
24/12/2009
Danke. Was für ein Jahr!
Voller Freude und Dankbarkeit schreibe ich heuer diesen Weihnachtstext.
Ganz einfach dankbar bin ich. Für alles was mir in diesem Jahr gelungen ist. Wunderbare Begegnungen, Kunden, welche mir als Freunde ans Herz gewachsen sind. Die 10 Jahres Feier diesen Sommer, gemeinsam mit 200 Menschen: Andy Holzer’s Vortrag »Wir müssen lernen, gerne von anderen Menschen abhängig zu sein« berührte und bewegte uns alle.
Mir scheint, ich habe »es« geschafft: Ich lebe meine Berufung. Ich habe all das weggelassen, was mich nicht begeistert hatte. Ich habe in vielen, scheinbar kleinen Entscheidungen, meinem Herzen, meiner Lust, meiner Begeisterung Raum und Zeit geschenkt. Mich gelöst von »Verfälschtem«, von Pflicht und »Gefallen wollen«. »Wir verwenden immer noch viel zu viel Energie um anderen zu gefallen«, sagte Anna Gamma diesen Dezember zu mir. Eines kann ich voller Freude sagen: »Ich fülle meinen Beruf mit Leib und Seele aus.«
Die Arbeit mit Menschen - Unternehmerinnen, Führungskräften und Teams - begeistert mich. Wunderbare Lösungen, Verwandlungen gelingen. Aus Krieg wird Frieden, aus Streit Lösung, aus Angst wir Mut. Aus Ego wird Liebe. Aus Problem wird Lösung. Aus Orientierungslosigkeit Perspektive. Aus Müdigkeit Kraft.
Der Wandel ist da. Wir alle befinden uns mittendrin in der größten, friedlichen Kulturwende Europas. Wir dürfen gestalten. Jetzt geht es um die Neuverteilung der Verantwortungen, um die Schaffung von Fülle und Lebendigkeit erzeugenden Kulturen.
Marketing und Werbung werden verschwinden, wer zukünftig seine Produkte bewerben muss, hat es nicht verstanden. Werbung kompensiert die eigenen Schwächen. Wir sind eingeladen, für Menschen zu wirken, Lösungen zu entwickeln, die sich »von selbst verkaufen« - weil sie unser aller Gesundheit und Lebensfreude unterstützen. Und nicht, weil wir aus lauter Mangel und Angst Ersatzbefriedigungen einkaufen.
Authentische Kommunikation, sich zeigen und in die Verantwortung gehen! Konzentration auf Sinn, Inhalt und Wirkung wird uns in Zukunft zum Erfolg führen und nicht die Täuschung und Manipulation der Konsumenten und Mitarbeiter. Ich erlebe diese Veränderungen. Unternehmerinnen, welche sich auf den Sinn – auf die ureigene Berufung – besinnen und ihr Handeln danach ausrichten. Dort gelingen Vorhaben, welche andere mit enormen Summen Geld nicht schaffen. »Was sein soll geht leicht«, dieser Grundsatz führt mich. Immer wieder zeigt es sich: »Was schwer geht ist falsch, nicht der Natur entsprechend«.
Lineares Wachstum hat ausgedient, zyklische Entwicklungsprozesse sind ganz natürlich – und deshalb auch nachhaltig: Frühling, Sommer, Herbst, Winter, Frühling, Sommer, Herbst, Winter, Frühling, Sommer, Herbst, Winter, Frühling, Sommer, Herbst, Winter, Frühling, Sommer, Herbst, Winter, Frühling, Sommer, Herbst, Winter, Frühling, Sommer, Herbst, Winter, Frühling, Sommer, Herbst, Winter, Frühling, Sommer, Herbst, Winter,...
»Freiraumführung« nenne ich diese Kompetenz, welche wir jetzt für eine gute Zukunft brauchen. Für eine friedliche, lebendige, gesunde Zukunft. Den Raum führen, nicht die Menschen. Führung bedeutet, Räume und Werte zu pflegen, den Menschen zu dienen und die Verantwortung für eine gute Gegenwart wahrzunehmen. Ganz im Sinne von Jesus die Kardinalstugenden: Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Maßvolles tun zu verkörpern. Und zugleich die Todsünden »Hass, Gier und Verblendung« menschlich zu beleuchten.
»Nachhaltigkeit« und »csr« sind mittlerweile fest etablierte Begriffe. Ja. Lasst uns »gut« sein. Ich freue mich über diese Entwicklung – und zugleich finde ich es »lächerlich«, dass allein »kein Arsch zu sein - und darüber stolz zu berichten« ein großes Ziel sein soll. Vielmehr zeigt sich an der Nachhaltigkeitsbewegung die Tiefe der Krankheit und Notwendigkeit dieser Umkehr.
Es geht jetzt nicht mehr um Schönheit, Mode, Gewinn oder Strategie. Es geht um Menschsein, Liebe, Lebendigkeit und Gesundheit. Ich freu mich sehr auf alles was 2010 kommt – auf dem Weg in eine »Gesell- und Wirtschaft der Freude«.
Frohe Weihnachten!
Dezember 24, 2009 in Führung, Persönliches, Visionen | Permalink | Kommentare (0)
19/12/2009
O komm, Gewalt der Stille
»Wir sind so sehr verraten,
Von jedem Trost entblößt.
In all den schrillen Taten
Ist nichts das uns erlöst.
Wir sind des Fingerzeigens,
Der plumpen Worte satt.
Wir wolln den Klang des Schweigens,
Das uns erschaffen hat.
Der Lärmenden zerschellt.
O komm, Gewalt der Stille,
Und wandle du die Welt.
«
Werner Bergengruen,
entdeckt im Buch »Erfüllter Augenblick« von Niklaus Brantschen
Dezember 19, 2009 in Zitate | Permalink | Kommentare (0)
02/12/2009
Berufung ist...
Berufung ist, wo sich deine Talente mit dem überdecken, was die Welt dringend braucht. Susan ist mir Vorbild, Lehrerin und Meisterin zugleich. So wie sie ist. Sie berührt und begeistert mich.
Dezember 2, 2009 | Permalink | Kommentare (0)
20/11/2009
Tage der Berufung...
Die »Tage der Berufung« fanden diese Woche statt. Die vor der Oberstufen-Entscheidung
stehenden Jugendlichen der englisch/deutsch - bilingualen Mittelschule in Wien 10 - VBS Wendstattgasse gaben
ihr Bestes – und das war sehr viel.
»
Wie kommt der Dalai Lama zu seinem Beruf? Was hat »Beruf« mit »Berufung« zu tun? Sag mir, was dich
begeistert? Sag mir, was du besonders gut kannst? Sag mir, was die Welt für eine gute Zukunft braucht? Träume deinen Traum. Male
deinen Traum. Erzähl uns, wie du dich fühlst, wenn du deinen Traum gelebt hast! Welche Schulentscheidung bringt dich deinem Traum näher?
«
Rockmusiker, DJ, Fotografen, Webdesigner, Hotelgründerinnen, Köche, Tänzer, Krankenschwestern, Mütter, Piloten, Coaches, Rugbyprofis, Eventmanagerinnen, Handelsunternehmen, Modedesignerinnen,... Ihr lebt eure Träume anstatt euer Leben zu träumen.
Ich bin berührt, begeistert und glücklich. Die Jugendlichen ließen sich voll auf den Workshop ein und entdeckten ihre inneren Leidenschaften und Talente. Und ich trage das Gefühl in mir einen wichtigen und rechtzeitigen Beitrag geleistet zu haben - für unsere gute Zukunft.
November 20, 2009 in Projekte | Permalink | Kommentare (0)
18/11/2009
Liebe führt.
»
Führung verbindet
Inspiration mit Gestaltung.
Liebe führt.
«
Niklas Brantschen während des 9. internationalen Symposium am Lassalle Institut: »Welche Welt wollen wir? Authentisch und begeistert führen.«
November 18, 2009 in Führung | Permalink | Kommentare (0)
09/11/2009
Tombeck | Motivation, Problemlösung und Innovation.
November 9, 2009 in Führung, Motivation | Permalink
08/11/2009
blind leadership
Wie entscheiden wir, wenn wir nichts sehen? Wenn keine meiner bisherigen Erfahrungen mich bei der Lösung unterstützt. Wenn ich mir unsicher bin, es überhaupt zu schaffen. Weil ich noch nie in einer vergleichbaren Situation war. Wenn der Weg unklar ist – oder wie in meinem Fall – ich eine Route bewältige, welche mich über meine bisherigen Grenzen führt. Wenn noch nie da Gewesenes zu bewältigen ist? Wenn es uns durch die Dunkelheit führt, in totaler Abhängigkeit von Mitmenschen, in einer Umgebung der Naturgewalten?
Blind clymber Andy Holzer und ich kletterten die mit 3+ eingestufte Route »Bügeleisenkante« in den Lienzer Dolomiten. Zuletzt war Andy mit Simon Schreyer vom Red Bulletin hier. Mental eine für mich sehr fordernde Route – immer wieder stehst du über dem senkrechten Abgrund. Immer wieder kippt der Verstand aus der Illusion der Sicherheit hinein in starre Angst. In die Gewissheit, dass »Das Leben grundsätzlich immer lebensgefährlich ist«. Insbesonders, wenn ich Neuland betrete.
Es war meine erste alpine Klettertour in diesem Schwierigkeitsgrad. »Wie in Trance« erlebte ich die gemeinsamen 3 Stunden in der Wand. Er blind, ich engagierter Anfänger. »Wer führt jetzt eigentlich wen?« - diese Frage fuhr mir tief in die Knochen, als ich weder vor noch zurück wusste. Als mich die Angst für einige Minuten lang lähmte. Andy war eine Seillänge vorausgeklettert – im Vorstieg. Ich an einen Felsvorsprung geklammert und noch ohne Idee wie ich diese senkrecht über mir stehende Felswand durchklettern kann.
»Tom, steig einfach weiter. Solang du Angst hast, passiert dir nichts. Nur die Angstlosen stürzen ab! Uns passiert nichts. Ich spür dich gut!« Und plötzlich spürte ich diese Kraft, dieses Vertrauen und diese Mittigkeit. Dieses »Ja – ich bin im Jetzt.« Und unsere Freundschaft, unser Zu- und Vertrauen. Meine Lebenskraft, meine Fähigkeiten. Und:ich spürte die Lust, mich mit meinem Ego und meinen Gedanken anzulegen. Mich und meine Begrenztheit zu durchdringen. Mir selbst das mir nicht Zugetraute zuzutrauen.
Präsenz, Klarheit und Verbindung in Freundschaft.
Mit »blind leadership« finden wir neue Wege, gute Wege, nachhaltige Wege, leichte Wege. Losgelöst vom »Recht Haben«, vom »Besser Wissen«.
Wir wissen gar nichts, wenn es um die Gestaltung unserer Zukunft geht. Einlassen, Loslassen, Experimentierfreude, Umgang mit Angst, Klarheit, Zutrauen, Verlässlichkeit, Kraft, Humor, Lockerheit und die Fähigkeit zur Freundschaft. Das sind »blind leadership« Kompetenzen. Lernen, gerne von anderen abhängig zu sein.
November 8, 2009 in Führung | Permalink | Kommentare (2)
