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21/08/2007

Das Ende ist mein Anfang

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Nie zuvor sind wir so unfrei gewesen wie heute, obwohl  unsere Freiheit scheinbar grenzenlos ist. Wir können kaufen, was wir wollen, ins Bett gehen, mit wem wir wollen, haben die Auswahl zwischen Dutzenden von Automodellen und Zahnpastasorten, zwischen Handys mit und ohne Kamera, und so weiter und so fort.

Und doch gibt es keine Freiheit mehr, jedenfalls nicht die Freiheit zu sein, wer man ist. Denn alles ist bereits vorgesehen, alles ist geregelt, und auszuscheren ist nicht leicht und führt zu Konflikten.

Überleg mal, wie viele Leute aus dem System hinausgedrängt werden, weil sie nicht ins vorgefertigte Modell passen! Warum tun sie nicht einfach etwas anderes? Doch nein, das geht nicht. Es gibt nur diesen allgegenwärtigen Sog des Markes.

Der Mensch von heute ist der Wirtschaft hörig. Sein ganzes Leben ist beherrscht. Das wird meiner Meinung nach das große Thema der nächsten Zeit sein: Rebellion dagegen, daß die Wirtschaft unser Leben bestimmt, der Kampf um eine Form von Spiritualität – oder meinetwegen auch Religiosität – auf die die Leute zurückgreifen können.

Denn das ist doch eine Konstante in der Geschichte der Menschheit, das Bedürfnis, wissen zu wollen, wozu du eigentlich auf dieser Welt bist.
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Tiziano Terzani in »Das Ende ist mein Anfang – Ein Vater, ein Sohn und die große Reise des Lebens« | meine Kuba-Urlaubslektüre August 2007

August 21, 2007 in Buchtips | Permalink