« Februar 2008 | Start | April 2008 »
30/03/2008
Recruiting: 2 Basiskriterien für den Eintritt.
_
Wie
fühle ich mich in der Nähe des Bewerbers? Was empfinde ich wenn ich zuhöre? Entsteht
Lust auf Zusammenarbeit und Sympathie in mir? Passen wir menschlich zusammen? Nicht
die totale Übereinstimmung, Gleichheit meine ich – sondern Ergänzung. Oder spüre
ich Unwohlsein? Mangel an Authentizität… Ohne es erklären zu müssen, ohne Rechtfertigung:
Sympathie und emotionale Übereinstimmung ist Grundvoraussetzung für die Zusammenarbeit.
Engagement
Spüre
ich Begeisterung? Leuchtende Augen? Interesse? Erlebe ich diese brennende Neugierde?
Welche Fragen kommen auf mich zu? Welche Motive treiben an? Worum geht es
diesem Menschen eigentlich - wirklich? Gibt es dieses grundsätzliche »Wollen«,
die Lust zu Gestalten? Mit Engagement ist alles möglich, lassen sich Berge
versetzen. Engagement ist der fruchtbare Boden für Lernen, für die Entwicklung
von Fähigkeiten, Kompetenzen und Routine.
Emotionale
Stimmigkeit und Engagement sind Basis jeder nachhaltigen Zusammenarbeit. Beste
Zeugnisse und Referenzen sind ohne diese Faktoren nichts wert.
März 30, 2008 in Führung | Permalink
26/03/2008
Was ist die Basis der Verantwortung?
»
Die Stammeskulturen sagten: „Die Erde ist unsere Mutter. Wir müssen achtsam mit der Mutter umgehen.“ Jetzt meinen die Menschen: „Nein, so ist das überhaupt nicht. Wir müssen die Erde ausbeuten.“ Früher konnten Leute denken: „Schön, ich weiß, hier sieht’s ziemlich mies aus, aber „da draußen“ ist die Natur, und die ist heil.“ Jetzt ist uns der Luxus dieser Sichtweise verlorengegangen. Wir können uns nicht länger darauf verlassen, daß die Natur grenzenlos ist.
Dieses Bewußtsein bringt eine ungeheure psychische Veränderung mit sich. Es ist, als würde jemand sagen: „Du kannst dich nicht mehr auf deine Mutter verlassen. Du stehst jetzt alleine da.“ In genau dieser Situation befinden wir uns. Ob die Natur überlebt oder nicht, kann sehr wohl von uns abhängen.
Somit ist hier ein neuer Orientierungsmaßstab impliziert: daß wir wirklich für den ganzen Planeten verantwortlich sind. Die Frage lautet dann: Was ist die Basis der Verantwortung? Was sind wir? Aus welchen inneren Ressourcen können wir schöpfen, um dieser Verantwortung gerecht zu werden?
Wir sehen uns im allgemeinen selbst nicht als solche Wesen. Es ist wie bei jemandem der im Glauben heranwächst, daß Mutter oder Vater für ihn sorgen werden. Und dann erkennt er: „Es ist umgekehrt.“
«
David Bohm | Der Dialog. Das offene Gespräch am Ende der Diskussionen
März 26, 2008 in Buchtips | Permalink
25/03/2008
Das Werk des Handwerks
»
Der Gegenstand des
Handwerks will weder Jahrtausende dauern,
noch ist er davon besessen, bald zu
vergehen.
Er
geht mit der Zeit, begleitet unser Leben,
nutzt sich allmählich ab,
sucht
nicht den Tod, negiert ihn auch nicht: er nimmt ihn hin.
Das
Werk des Handwerks lehrt uns zu sterben
und
somit zu leben.
«
soeben gefunden am Notizhaft zu den
1. Internationale
Handwerksgespräche am Weissensee, 15. Bis 17. Juni 2006
Das
Handwerk der Zukunft
Neue Strategien, Kooperationsmodelle und erfolgreiche
Beispiele aus der Praxis
März 25, 2008 in Zitate | Permalink
23/03/2008
Kindheitstraum.
»
Was will ich wirklich?
Welche Überzeugungen sind in mir?
Welche Erwartungen sind in mir?
Womit willl ich endlich aufhören?
Woran erkenne ich dass es »gut« ist,
dass »Friede« ist?
Was ist mein Kindheitstraum?
«
März 23, 2008 in Motivation | Permalink | Kommentare (0)
21/03/2008
Zwei Fragen. Zwei Antworten. Ganz einfach.
»
Was würdest du jetzt tun,
wenn alles möglich wäre?
Warum machst du es nicht
ganz einfach?
«
März 21, 2008 in Motivation | Permalink
20/03/2008
...wie eine Flasche leer
Keine
Zeit zum Axt schleifen, aber heute noch tausend Bäume fällen wollen…
In vielen Unternehmen muss jede Stunde Entwicklungs- und Kommunikationszeit erkämpft werden... Und
wenn sich mehr als vier Mitarbeiter für länger als 3 Stunden zusammensetzen, dann soll es schon - wenn überhaupt - am Wochenende sein. Also eigentlich doch keine
Unterbrechung der Arbeit. Workshops finden nach Chefwunsch am besten Freitag ab Mittag und
Samstag ganztägig statt… Die Mitarbeiter sehen das meist anders - wird ihnen diese Zeitressource doch aus der Freizeit abverlangt. Ja nicht die Arbeit niederlegen.
Es ist meine Aufgabe, als Berater daran zu erinneren... Es ist für Unternehmen überlebenswichtig auch zu rasten, Pausen
einzulegen. Das Neue herein zu lassen, Zeit für Beziehungspflege und Dialog.
Burnouts wohin ich schaue. Energieleere, verwirrte Menschen... antriebslos,
ziellos begegnen mir. »Spieler waren
schwach, wie eine Flasche leer. Immer verletzt. Mussen alleine Spiel gewinnen!! Ich habe fertig.«... brüllte schon einst
der ebenso ausgebrannte Bayern München Trainer Giovanni Trapattoni in die Kameras und Mikrofone.
Bei meinen Fahrten mit der U-Bahn begegnen mir regelmässig verwirrte Menschen. Fast immer sind es Männer. Männer, welche das Tempo nicht mehr packen,
welche mental ausgestiegen sind. Sich in Agression und Verrücktheit flüchten. Raus aus dem getakteten Leben, welches zu schnell ist um verarbeitet
werden zu können oder gar um mit zu denken, geschweige denn mit gestalten zu können.
Ich wünsche mir, dass wir Berater, Führungskräfte, Unternehmer und Arbeitnehmer den wahren Wert der Zeit erkennen. Woran mißt sich Erfolg und Wirkungskraft? Am Tempo!!?? Am Marktanteil?
Oder am Gefühl? An der Intensität. Ich fühl mich gut, wenn ich atmen kann, Zug um
Zug. Ruhen und Rasten, genießen, leisten, schaffen. Wenn ich meine Erfolge auch feiere.
Ich fühle mich verantwortlich meinen Beitrag zu leisten. Für gesunde, sichere und das Glücklichsein förderliche Arbeitswelten. Engagiere mich. Und freue mich dankbar über jeden gleichgesinnten Unternehmer.
_
inspiriert durch aktuelles brandeins Wirtschaftsmagazin. Leben in Echtzeit.
März 20, 2008 in Interviews und Vorträge | Permalink
17/03/2008
Zeit für Entscheidung...
In
welchen Augenblicken entscheiden wir? In welchen Umfeldern? In welchen Befindlichkeiten?
In welchem Bewußtsein? Woran denken wir wirklich, wenn wir entscheiden? Ist es überhaupt gut NACHzudenken?
Wie schaffen wir es VORzudenken? Wie weit sind wir überhaupt fähig, die Wirkung dessen,
was erst danach kommt zu empfinden? Voller Intuition, Hingabe, Gefühl, Vertrauen, Bauch und Herz.
Zeit nehmen. Zehn Atemzüge lang. Schauen was rund um mich wächst. Was mich berührt, wenn ich es erkenne. Überkommt mich Gänsehaut? Oder Freude auf etwas Unbeschreibliches? Gewissheit? Angst? Oder diese unlogische, tiefe Traurigkeit? Wieder einmal dieses Gefühl von grosser Müdigkeit? Von Einsamkeit? Oder dieses Orchester von Glück? Freude darüber jetzt zu sehen. Dieses Gefühl, dass immer genau dann in mir hoch kommt, wenn mir bewusst wird, dass meine Söhne leben? Jetzt meinen Atem zu hören.
Zeit für Entwicklung, Zeit für Entscheidung, Zeit für mein Leben...
Rast los.
Wahrnehmung. Dialog. Entscheidung.
Das sind die drei Phasen nachhaltiger Entwicklung. Die Phase der Wahrnehmung bringt die Essenz, die Vielfalt. Der Dialog beleuchtet, versteht und sortiert - ohne zu bewerten. Die Phase der Entscheidung erdet, schliesst aus und probiert.
Ohne Wahrnehmung wiederholt sich die Geschichte, bleibt der Horizont eng. Wie wenn ich durch ein Schilfrohr in den Himmel schaue. Wieder mal plus 5% budgetieren. Statt Neues zu erkennen. Statt Perspektivenwandel. Statt Paradigmenwechsel. Kampf statt natürlicher Leichtigkeit.
Rast voll fotografiert in Bad Gastein.
März 17, 2008 in Führung | Permalink
04/03/2008
Der Dialog am Ende der Diskussionen...
»
Werden
Führungskräfte und Manager je die Vorstellung aufgeben, daß sie hauptsächlich
zum Profitmachen da sind?
Wenn sie das könnten, wäre eine echte Transformation der Menschheit erreicht. Ich glaube, daß viele Führungskräfte in bestimmten Unternehmen unglücklich sind und wirklich etwas tun wollen – und nicht nur, um ihre Firma zu retten. Genau wie wir sind sie unglücklich über den Zustand der Welt. Es ist nicht so, daß alle Manager geldgierig oder ausschließlich profitorientiert wären...
Warum nehmen wir diese destruktive, gefährliche und das Unglücklichsein so fördernde Lage der Dinge einfach hin?
Es scheint, als seien wir wie hypnotisiert. Wir machen mit diesem Wahnsinn weiter, und keiner scheint zu wissen, was er tun oder sagen soll. Früher pflegten die Menschen zu hoffen, daß irgendeine Lösung auftauchen würde, beispielsweise Demokratie oder Sozialismus oder sonst irgend etwas, vielleicht eine Religion. Aber diese hoffnungsvollen Erwartungen sind mittlerweile fast verschwunden, da sich alle Hoffnungen als falsch erwiesen haben.
Ich möchte nun den Gedanken anregen, daß die Ursache all dessen in der Arbeitsweise des Denkens zu suchen ist. Das Denken hat all das hervorgebracht, auf das wir so stolz sind. Es hat unsere Städte gebaut… praktisch alles, was Natur genannt wurde, ist durch Denken erfaßt und geprägt worden…
Das Denken spaltet die Dinge in kleine Teilstücke auf, als würden sie getrennt voneinander existieren… es wird auseinandergerissen, was nicht wirklich voneinander getrennt ist. Es ist als würde man eine Uhr nehmen und mit einem Hammer zertrümmern, anstatt sie auseinanderzunehmen und die Teile zu sortieren. Die Teile sind Teil eines Ganzen, aber die Fragmente wurden willkürlich auseinandergebrochen.
Dinge, die in Wirklichkeit zusammenpassen und zusammengehören, werden behandelt, als wäre das nicht so.
Das ist eines der Charakteristika des Denkens, das in die Irre
führt.
«
Der Dialog. Das offene Gespräch am Ende der Diskussionen
David Bohm: 1917-1992 / Quantenphysiker.
Krishnamurti behauptete von ihm, dass er sein Werk verstanden hätte, zusammen mit Martin Buber entwickelte er die Dialogmethode. Bohm glaubte bis zu seinem Tod nicht daran, dass die Wissenschaft in der Lage sei, zu einem Ende in der Suche nach Erkenntnissen zu kommen und erhoffte die Verschmelzung von Wissenschaft und Kunst in der Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit...
»
Die Trennung von Kunst und
Wissenschaft ist nur eine vorläufige
«



