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06/12/2008

Ein Symbol für den Zusammenhalt

Der Standard_Weihnachten feiern_06.12.2008

5 Gedanken zum Thema Weihnachtsfeier & Wirtschaftskrise

1
Feiern sie Weihnachten: Wer aufhört zu feiern hat resigniert. Und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Belegschaft bricht weg. Feiern sind Kraftquellen. Und Feiern stärkt die soziale Kraft, reinigt Spannungen und motiviert.
2
Sparen sie dort wo es verstanden wird und nicht dem Zusammenhalt schadet. In schlechten Zeiten gibt es wenig zu verschenken. Verzichten sie auf teure Geschenke, wählen sie den Rahmen der Feier preisbewußt und angemessen. Aber feiern sie!
3
Mutige ehrliche Führungsbotschaften: Nutzen sie die Chance der Feier für eine flammende, berührende Führungsrede. Der Mut und die Kraft des Unternehmers überträgt sich auf die Mitarbeiter. Da wirkt die Kraft des Vorbilds. Umgekehrt funktioniert das übrigens genauso: Wenn der Chef den Mut zum Feiern nicht mehr hat oder eine ängstliche, pessimistische Rede hält, sinkt die Stimmung unter Null. Wie der Fisch beim Kopf ...
4
Utopie statt Panik: Jede Krise oder Bedrohung öffnet neue Möglichkeiten. Wer gerade jetzt den Mut hat, Utopien zu denken und zu benennen öffnet die Tür für Innovation und rettende Ideen. Laden sie inspirierende Festredner ein, lassen sie sich von den Erfolgen von Sportlern, guten Beratern oder Künstlern motivieren.
5

Dank und Wertschätzung: Nutzen sie die Situation der Besinnung und Danken sie. Tun sie es anhand konkreter Beispiel, erzählen sie von den Höhepunkten des Jahres ... Welche Mitarbeiterin hat sie wodurch begeistert, Wer hat womit einen Kunden herausragend gut bedient?

Der Standard / 6. Dezember 2008

Dezember 6, 2008 in Presseberichte | Permalink | Kommentare (0)

03/12/2008

ROHRI

Eine wesentliche Zielsetzung an Führungskräfte ist die Schaffung von Rahmenbedingungen, welche den "geführten" Menschen zu einer wünschenswert optimalen Wirkung ihrer gemeinsamen Arbeit verhilft.

Der Begriff des ROHRI - Return on Human Resource Investment ist als Sammelbegriff für die Wirkungskraft von Investitionen in's "Menschliche" gedacht.

Die Frage nach dem ROI im Bereich des HR ist eine häufig gestellte, vor allem die nach der "Messbarkeit" des Nutzens, des "Returns". Schon allein bei der Sammlung möglicher "Investitionen ins Menschliche" zeigt sich, dass es weit über Firmenwagen, Prämien und Gehalt hinaus sinnvolle und wirkungsstarke Investitionen gibt: Aufmerksamkeit, Vorbild, Freude, Feiern, Rituale, Wertschätzung, Freiraum, Freiheit, medizinische Betreuung, Arbeitssicherheit, Perspektive, Sinn, Gemeinsamkeitsgefühl, Kommunikation,...

Und wie soll denn der Return "nicht monetärer Investitionen" am anderen Ende in Geld und Effektivität gemessen, zugeordnet und verglichen werden? Das ist der klassische mechanistische Ansatz, das funktioniert nicht. Ich gehe diese Thematik von der anderen Seite an, indem ich mich primär mit möglichen Führungsinterventionen und Varianten von "HR Investitionen" beschäftige und die Auswirkungen - den Return - beobachte.

Dezember 3, 2008 in Führung | Permalink | Kommentare (0)

02/12/2008

Führungstips...

Beim Thema "Führungstips" nicken viele mit dem Kopf. Mindest ebenso viele schütteln diesen, wenn sie wieder mal von einer neuen Führungsmethode hören.

Groß erscheint mir die Bedürftigkeit, Sehnsucht und Hoffnung vieler Führungskräfte, endlich ein Patentrezept zur "funktionierenden Unternehmenssteuerung" zu finden. Eine normierte Werkzeugkiste, am besten mit Erfolgsgarantie. Diese gibt es nicht.

Es braucht immer die Fähigkeit der Empathie.  Spüren, was bei meinem Gegenüber, im Team, im Unternehmen, in der Region, im Land vor sich geht. Wie es den Menschen geht, was sie fühlen, wovor sie sich fürchten, was sie glauben zu brauchen, was sie begeistert, was sie demotiviert. So kann ich kompetente, kollektiv mitgetragene Entscheidungen treffen. Hier liegt das Zentrum erfolgreicher Führung: Die Fähigkeit zur Wahrnehmung und Analyse hochkomplexer, sozialer Situationen, das „Lesen“ der Motiv-, Bedürfnis- und Machtlandschaften. Es gilt, sich in der "Fähigkeit der Wahrnehmung und Einschätzung" - also im "Verstehen" - zu üben. Die Fähigkeit, kollektiv Relevantes zum Ausdruck zu bringen sowie ein großes Maß an Erfahrung, Flexibilität und Methodenkompetenz ist erst im zweiten Schritt wichtig.

Führen hat immer auch etwas mit Ohnmacht zu tun, genauso wie es um Macht geht. Es ist Illusion davon auszugehen, zentral über Menschen und deren Verhalten bestimmen zu können. Wir haben es immer mit selbstregulierenden, hochkomplexen, mathematisch nicht berechenbaren Systemen zu tun. Unterdrückung und Zwang bei Seite gelassen. Das ist nicht Führung sondern Diktatur. Führung bedeutet vor allem: Das was zwischen uns Individuen ist, den "uns Menschen umhüllenden Freiraum" wahrzunehmen und in die Gestaltungsverantwortung für diesen -  für's Ganze - zu gehen. Es geht um die Gestaltung der Kooperationslandschaft an sich, weniger um die "Gestaltung des Individuums", des einzelnen Menschen. Das ist das Feld der Eigenverantwortung, der Erziehung,  des  Schulwesens und der klassischen Personalentwicklung.

Das „Phänomen Obama" zeigt aktuell, was kollektiv passiert, wenn eine Führungspersönlichkeit diese Fähigkeit lebt.

Dezember 2, 2008 in Führung | Permalink | Kommentare (0)