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24/12/2009
Danke. Was für ein Jahr!
Voller Freude und Dankbarkeit schreibe ich heuer diesen Weihnachtstext.
Ganz einfach dankbar bin ich. Für alles was mir in diesem Jahr gelungen ist. Wunderbare Begegnungen, Kunden, welche mir als Freunde ans Herz gewachsen sind. Die 10 Jahres Feier diesen Sommer, gemeinsam mit 200 Menschen: Andy Holzer’s Vortrag »Wir müssen lernen, gerne von anderen Menschen abhängig zu sein« berührte und bewegte uns alle.
Mir scheint, ich habe »es« geschafft: Ich lebe meine Berufung. Ich habe all das weggelassen, was mich nicht begeistert hatte. Ich habe in vielen, scheinbar kleinen Entscheidungen, meinem Herzen, meiner Lust, meiner Begeisterung Raum und Zeit geschenkt. Mich gelöst von »Verfälschtem«, von Pflicht und »Gefallen wollen«. »Wir verwenden immer noch viel zu viel Energie um anderen zu gefallen«, sagte Anna Gamma diesen Dezember zu mir. Eines kann ich voller Freude sagen: »Ich fülle meinen Beruf mit Leib und Seele aus.«
Die Arbeit mit Menschen - Unternehmerinnen, Führungskräften und Teams - begeistert mich. Wunderbare Lösungen, Verwandlungen gelingen. Aus Krieg wird Frieden, aus Streit Lösung, aus Angst wir Mut. Aus Ego wird Liebe. Aus Problem wird Lösung. Aus Orientierungslosigkeit Perspektive. Aus Müdigkeit Kraft.
Der Wandel ist da. Wir alle befinden uns mittendrin in der größten, friedlichen Kulturwende Europas. Wir dürfen gestalten. Jetzt geht es um die Neuverteilung der Verantwortungen, um die Schaffung von Fülle und Lebendigkeit erzeugenden Kulturen.
Marketing und Werbung werden verschwinden, wer zukünftig seine Produkte bewerben muss, hat es nicht verstanden. Werbung kompensiert die eigenen Schwächen. Wir sind eingeladen, für Menschen zu wirken, Lösungen zu entwickeln, die sich »von selbst verkaufen« - weil sie unser aller Gesundheit und Lebensfreude unterstützen. Und nicht, weil wir aus lauter Mangel und Angst Ersatzbefriedigungen einkaufen.
Authentische Kommunikation, sich zeigen und in die Verantwortung gehen! Konzentration auf Sinn, Inhalt und Wirkung wird uns in Zukunft zum Erfolg führen und nicht die Täuschung und Manipulation der Konsumenten und Mitarbeiter. Ich erlebe diese Veränderungen. Unternehmerinnen, welche sich auf den Sinn – auf die ureigene Berufung – besinnen und ihr Handeln danach ausrichten. Dort gelingen Vorhaben, welche andere mit enormen Summen Geld nicht schaffen. »Was sein soll geht leicht«, dieser Grundsatz führt mich. Immer wieder zeigt es sich: »Was schwer geht ist falsch, nicht der Natur entsprechend«.
Lineares Wachstum hat ausgedient, zyklische Entwicklungsprozesse sind ganz natürlich – und deshalb auch nachhaltig: Frühling, Sommer, Herbst, Winter, Frühling, Sommer, Herbst, Winter, Frühling, Sommer, Herbst, Winter, Frühling, Sommer, Herbst, Winter, Frühling, Sommer, Herbst, Winter, Frühling, Sommer, Herbst, Winter, Frühling, Sommer, Herbst, Winter, Frühling, Sommer, Herbst, Winter, Frühling, Sommer, Herbst, Winter,...
»Freiraumführung« nenne ich diese Kompetenz, welche wir jetzt für eine gute Zukunft brauchen. Für eine friedliche, lebendige, gesunde Zukunft. Den Raum führen, nicht die Menschen. Führung bedeutet, Räume und Werte zu pflegen, den Menschen zu dienen und die Verantwortung für eine gute Gegenwart wahrzunehmen. Ganz im Sinne von Jesus die Kardinalstugenden: Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Maßvolles tun zu verkörpern. Und zugleich die Todsünden »Hass, Gier und Verblendung« menschlich zu beleuchten.
»Nachhaltigkeit« und »csr« sind mittlerweile fest etablierte Begriffe. Ja. Lasst uns »gut« sein. Ich freue mich über diese Entwicklung – und zugleich finde ich es »lächerlich«, dass allein »kein Arsch zu sein - und darüber stolz zu berichten« ein großes Ziel sein soll. Vielmehr zeigt sich an der Nachhaltigkeitsbewegung die Tiefe der Krankheit und Notwendigkeit dieser Umkehr.
Es geht jetzt nicht mehr um Schönheit, Mode, Gewinn oder Strategie. Es geht um Menschsein, Liebe, Lebendigkeit und Gesundheit. Ich freu mich sehr auf alles was 2010 kommt – auf dem Weg in eine »Gesell- und Wirtschaft der Freude«.
Frohe Weihnachten!
Dezember 24, 2009 in Führung, Persönliches, Visionen | Permalink
